Irrtum 1: „Unsere Mitarbeiter kennen das Lager gut — die finden alles schnell."
Erfahrene Mitarbeiter kompensieren schlechte Struktur durch Gewohnheit. Das verdeckt das Problem, löst es aber nicht. Bei steigendem Volumen oder bei Personalwechsel bricht dieses informelle System zusammen.
Irrtum 2: „Wir haben keine Zeit, die Lagerstruktur umzubauen."
Strukturverbesserungen bei der Artikelplatzierung erfordern in den meisten Fällen keine umfangreichen baulichen Maßnahmen. Die größten Gewinne entstehen durch Umplatzierung — also durch das Bewegen von Ware, nicht durch das Umbauen von Infrastruktur.
Irrtum 3: „Das Problem löst sich mit einem Lagerverwaltungssystem."
Software kann Wege optimieren — aber nur, wenn die zugrundeliegende Lagerstruktur stimmt. Ein Lagerverwaltungssystem, das Routen durch ein strukturell ineffizientes Lager optimiert, verbessert das Ergebnis marginal. Die Grundlage muss zuerst stimmen.
Irrtum 4: „Lange Laufwege sind bei unserer Lagergröße normal."
Die Größe des Lagers allein bestimmt nicht die Wegelänge. Entscheidend ist, wo die am häufigsten benötigten Artikel im Verhältnis zu den Kommissionierstartpunkten und Packstationen stehen. Selbst in großen Lagern sind kurze Durchschnittswege möglich — wenn die Platzierungslogik stimmt.